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WUNDERWELT DER BIENEN

Bericht - 2. April 2017

«Wunderwelt der Bienen» im Naturmuseum Winterthur

Nebst der Honigbiene gibt es in der Schweiz 618 Wildbienenarten. Ihnen allen wurde eine erste umfassende Sonderausstellung gewidmet, die faszinierende Einblicke in die vielfältigen Lebensweisen der Bienen ermöglichte. Sabrina Schnurrenberger, Kuratorin am Naturmuseum Winterthur, begeisterte die Anwesenden mit ihrem Enthusiasmus und Fachwissen.

 
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Sabrina erklärte uns den Unterschied zwischen der Bienenkönigin im hochentwickelten Honigbienen-Staat, die darauf angewiesen ist, dass Arbeiterinnen den Winter im Bienenstock überleben und die Brut pflegen und ernähren können. Weniger hoch organisierte Staaten bilden die Hummeln, bei denen die Arbeiterinnen im Winter sterben und die Königin, die den Winter überlebt, nicht nur die Fähigkeit hat, Eier zu legen, sondern diese selber zu pflegen und ernähren, bis die neue Generation Arbeiterhummeln herangewachsen ist. Ganz auf sich gestellt, ohne Staat, sind die Solitärbienen, von denen fast die Hälfte in der Schweiz gefährdet ist. Im Gegensatz zu Honigbienen haben die Solitärbienen einen viel kleineren Aktionsradius und sind einerseits auf ausreichendes Futterangebot angewiesen in der Umgebung, wo sie sich niedergelassen haben, und andererseits sind sie äusserst empfindlich auf Umweltgifte, die in dieser Umgebung ausgebracht werden.

 
Besuchergruppe
Museumsteam
Kindergruppe
Erwachsenengruppe
Nisthilfen
Dauerausstellungen

Während die Erwachsenen bereits in der Sonderausstellung weilten, bastelten die Kinder mit dem Museumspädagogen Moritz Lüthi eine eigene farbenfrohe Biene, schauten sich einen Film an und wurden ins Thema eingeführt, bevor sie dann die Sonderausstellung besuchen konnten. Währenddessen zeigte uns Sabrina noch etliche Highlights der Dauerausstellung, die genau so faszinierend und äusserst eindrücklich und anschaulich präsentiert waren. Es war ein ganz toller Museums-Besuch, herzlichen Dank an Sabrina und Moritz für euer Engagement und die fachlich kompetenten Ausführungen, von denen wir viel mit nach Hause nehmen konnten.


Text: Werner Eugster;  Fotos: Werner Eugster, Sven Potter

 
 
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